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AIDS-Hilfe Trier

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54290 Trier

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Beratung: 06 51 / 19 4 11

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und nach Vereinbarung

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Sexarbeit und HIV/STIs

Hier finden Sie Infos über verschiedene sexuell übertragbare Infektionen (STIs). Einige sind Ihnen vielleicht bekannt, von anderen kennen Sie vielleicht höchstens den Namen.

Wir möchten Sie über die STI-Risiken informieren: ohne erhobenen Zeigefinger und ohne zu übertreiben.

Diese Informationen sind hilfreich sowohl für Sexarbeiter_innen als auch für Freier, also deren Kunden.

Denn: Für effektiven STI-Schutz müssen Sexarbeiter_in und Freier Hand in Hand arbeiten.

Auf dieser Seite finden Sie Infos zu folgenden Themen:

Sexarbeit & HIV/AIDS

HIV ist eine sehr bekannte sexuell übertragbare Infektion. Sie ist sehr gefürchtet, denn mehrere Jahre nach HIV-Ansteckung kann die  Krankheit AIDS ausbrechen.

HIV kann beim ungeschützten Geschlechtsverkehr (Vaginalsex) und beim ungeschützten Analverkehr („griechisch“) übertragen werden.

Eine Ansteckung beim ungeschützten aufnehmenden Oralverkehr („französisch“) ist ebenfalls möglich, allerdings weniger wahrscheinlich. Außerdem ist eine Ansteckung mit HIV auch über Blut möglich.

Aber keine Angst: Vor HIV können Sie sich gut mit Kondomen schützen.

Wer HIV hat, muss für den Rest seines Lebens Medikamente nehmen. Dadurch kann ein Ausbrechen der AIDS-Erkrankung verhindert werden.

Man sieht niemandem an, ob er HIV hat. In den ersten Jahren nach Ansteckung macht HIV oft keine erkennbaren Beschwerden.

Daher kann Ihnen nur ein Test Sicherheit geben, ob Sie sich mit HIV angesteckt haben oder nicht. Beim Gesundheitsamt Trier-Saarburg können Sie sich kostenlos und anonym auf HIV testen lassen.

Den HIV-Test sollten Sie allerdings erst 12 Wochen nach der letzten Risikosituation machen lassen. Erst dann ist HIV (genauer gesagt: die HIV-Antikörper) im Blut nachweisbar.

Sexarbeit & Hepatitis

Hepatitis-Viren können die Leber angreifen. Das ist sehr gefährlich: denn die Leber ist ein überlebenswichtiges Organ.

Es gibt zwar Medikamente gegen Hepatitis, aber die können den Körper mitunter stark belasten.

So können Sie sich vor einer Ansteckung schützen: Vermeiden Sie  mit fremdem Blut oder Kot in Berührung zu kommen. Außerdem sollten Sie beim Sex Kondome benutzen. Damit haben Sie die meisten Ansteckungsgefahren umgangen.

Es ist möglich, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Die Impfung wird in den Impfpass eingetragen. Wenn Sie nicht geimpft sind, sollten Sie sich überlegen, die Impfung bei einem Arzt/einer Ärztin Ihres Vertrauens nachzuholen.

Sexarbeit & Syphilis

Syphilis-Bakterien werden sehr leicht beim Sex übertragen.

Ein typisches Zeichen für eine Ansteckung mit Syphilis ist ein hartes, münzgroßes Geschwür an der Stelle, an der die Bakterien in den Körper gelangt sind (z.B. in der Scheide, am Penis, am Anus oder im Mund).

Das Geschwür gibt eine Flüssigkeit ab, die für andere besonders ansteckend ist. Das Geschwür geht nach einiger Zeit wieder weg, die Bakterien sind aber weiterhin im Körper.

Später treten Hautausschläge auf, zum Beispiel an den Handflächen, den Fußsohlen oder am Rumpf.

Manchmal bleiben all diese Krankheitszeichen unbemerkt, und dann kann die Syphilis nach vielen Jahren sogar tödlich enden. Daher sollten Sie sich bei Verdacht im Gesundheitsamt oder in einer Arztpraxis auf Syphilis testen lassen.

Im Falle einer Ansteckung kann die Krankheit mit Medikamenten geheilt werden.

Sexarbeit, Chlamydien & Tripper

Auch Chlamydien und Gonokokken sind Bakterien, die beim Sex übertragen werden können. Die Krankheit, die von den Gonokokken ausgelöst wird, heißt „Gonorrhö“ oder auch „Tripper“.

Chlamydien und Gonokokken können bei allen Sexpraktiken übertragen werden, wenn kein Kondom benutzt wird.

Typische Zeichen für eine Ansteckung sind ein übel riechender Ausfluss (bei der Frau etwa aus der Scheide, beim Mann etwa aus der Harnröhre/Penis).

Außerdem können durch Chlamydien und Tripper starke, brennende Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

In vielen Fällen merkt man allerdings überhaupt nicht, wenn man sich mit diesen Bakterien infiziert hat. Trotzdem kann man die Infektionen dann an andere Menschen weitergeben.

Für Frauen sind unbemerkte Infektionen mit Chlamydien oder Tripper ganz besonders gefährlich. Denn dann besteht die Gefahr, dass sie unfruchtbar werden und keine Kinder mehr bekommen  können.

Chlamydien und Tripper können leider nicht über einen Bluttest festgestellt werden. Zum Nachweis einer Ansteckung ist ein Abstrich oder eine Urinuntersuchung notwendig.

Sexarbeiterinnen können den Abstrich übrigens kostenfrei im Trierer Gesundheitsamt (Ansprechpartnerin: Dr. Barbara Noldin-Bretz) machen lassen.

Chlamydien und Gonokokken sind gut behandelbar und heilbar.

Wenn Sie eine feste Partnerin/einen festen Partner haben, muss sie/er ebenfalls mit einer Behandlung beginnen: selbst dann, wenn bei ihr/ihm keine Krankheitszeichen aufgetreten sind.

Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass Sie sich beim Sex immer wieder gegenseitig anstecken („Ping-Pong-Effekt“).

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