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AIDS-Hilfe Trier

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Goldene Regeln für faire Freier

Als Freier sollten Sie sich vor Augen führen: Sie haben es in der Sexarbeit mit einem Menschen zu tun. Sie/Er hat ein Anrecht darauf, von Ihnen fair und mit Respekt behandelt zu werden.

Umgekehrt haben natürlich auch Sie bestimmte Rechte ihr/ihm gegenüber.

Wir stellen Ihnen hier vier „Goldene Regeln für faire Freier“ vor. Hieran können Sie sich gut bei Ihrem nächsten Besuch einer Sexarbeiterin/eines Sexarbeiters orientieren.

 

Goldene Regel 1: Respekt zeigen!

Sexarbeiter_innen sind kein Freiwild! Sie haben wie alle anderen Menschen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Wer Sexarbeiter_innen durch Gewalt oder Drohungen zu etwas zwingen will, begeht eine Straftat. Verlassen Sie sich besser nicht darauf, schon nicht anzeigt zu werden!

Umgekehrt dürfen Sexarbeiter_innen oder ihre „Beschützer“ einen Freier selbstverständlich nicht bedrohen oder bestehlen. Sollte dies dennoch passieren, gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Sexarbeit ist in Deutschland legal, solange sie unter bestimmten Bedingungen stattfindet.

Wenn Sie den Eindruck haben, eine Sexarbeiterin/ein Sexarbeiter wird zur Arbeit gezwungen („Zwangsprostitution“): Finger weg!

Wenn Sie nicht sicher sind, dass eine Sexarbeiterin/ein Sexarbeiter wirklich schon volljährig ist (also 18 Jahre oder älter): ebenfalls Finger weg!

In beiden Fällen noch besser: Machen Sie Meldung bei der Polizei! Das geht auch anonym.

Goldene Regel 2: Ein „Nein“ akzeptieren!

Wenn Sexarbeiter_innen Sex mit Ihnen ablehnen, akzeptieren Sie das!

Als Sexarbeiter_in sein Geld zu verdienen, ist nicht ungefährlich. Oft ist es eine Frage des „Bauchgefühls“, ob sich Sexarbeiter_innen auf einen Kunden einlassen oder nicht.

Viele Sexarbeiter_innen lehnen das Geschäft auch ab, wenn sie glauben, dass ein Freier vielleicht betrunken ist oder Drogen genommen haben könnte.

Nicht alle Sexarbeiter_innen bieten alle Sexpraktiken an. Treffen Sie also im Vorfeld miteinander klare Absprachen, was erwartet und was geboten wird.

Diese Absprachen sind für den Kunden selbstverständlich bindend! Sexarbeiter_innen dürfen es sich allerdings noch anders überlegen, selbst wenn im Vorfeld eine „Zusatzleistung“ vereinbart worden ist.

Natürlich muss ein Kunde aber nur für die Leistungen bezahlen, die auch wirklich erbracht wurden. Einen Aufpreis für nichterbrachte Zusatzleistungen darf der Kunde zurückverlangen!

Goldene Regel 3: Bezahlung im Voraus!

Professionelle Sexarbeiter_innen bestehen auf Bezahlung im Voraus.

Das ist absolut üblich und kein Zeichen dafür, dass sie den Kunden über den Tisch ziehen wollen.

Außerdem treffen Sexarbeiter_in und Kunde im Voraus klare Absprachen über den Preis.

Professionelle Sexarbeiter_innen haben feste Preise und lassen darüber auch nicht mit sich handeln.

Goldene Regel 4: Safer Sex einhalten!

Professionelle Sexarbeiter_innen bestehen auf Safer Sex: selbst bei Stammkunden.

Das ist sowohl Schutz für sie selbst als auch für die Gesundheit des Freiers!

Selbst bei Praktiken ohne HIV-Gefahr (z.B. wenn sich der Freier ohne Kondom mit dem Mund befriedigen lässt) gibt es Risiken für andere sexuell übertragbare Infektionen (STIs).

Das STI-Übertragungsrisiko ist übrigens generell deutlich höher als das Risiko, sich bei Sexarbeiter_innen mit HIV anzustecken.

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