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AIDS-Hilfe Trier

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und nach Vereinbarung

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HIV & STIs in der Region Trier

Das Robert-Koch-Institut (rki) berichtet über die epidemiologische Situation bei HIV, Syphilis und Hepatitis. Dadurch sind wir recht gut informiert, bei wie vielen Menschen in der Region Trier eine dieser Infektionen diagnostiziert wurde.

Die Region Trier umfasst den ehemaligen Regierungsbezirk Trier, also die Stadt Trier, den Landkreis Trier-Saarburg, den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Bernkastel-Wittlich und den Vulkaneifelkreis.

Außer HIV, Syphilis und den Virushepatitiden sind STIs in Deutschland nicht meldepflichtig und werden somit auch nicht statistisch erfasst. Eine seriöse Schätzung ihrer Verbreitung in der Region Trier ist somit nicht möglich.

HIV/AIDS: Epidemiologische Situation Rheinland-Pfalz

STIs: Epidemiologische Situation Rheinland-Pfalz

HIV in der Region Trier

Das Robert-Koch-Institut (rki) berichtet für das Jahr 2016 insgesamt 20, für das Jahr 2017 (Stand: 28.11.17) 11 HIV-Neudiagnosen in unserer Region.

Wie viele Menschen aktuell in und um Trier mit der HIV-Infektion leben, können wir nur schätzen. Genaue Zahlen existieren nicht.

Wir gehen von etwa 400 – 500 Menschen aus, die sich seit Beginn der Epidemie bei uns in der Region mit HIV infiziert haben.Mit etwa 70 – 80 von ihnen steht die AIDS-Hilfe Trier in Kontakt.

Wie dieser Kontakt genau aussieht, ist von Falls zu Fall sehr unterschiedlich: Das Spektrum reicht von einmaligen Beratungsanfragen bis hin zu einer intensiven Unterstützung im Rahmen des Ambulanten Betreuten Wohnens.

Jedes Jahr werden im Gesundheitsamt Trier etwa 1.000 HIV-Antigen-Antikörper-Tests durchgeführt.

Syphilis in der Region Trier

Nach hohen Syphilis-Zahlen in den vergangenen Jahren spricht vieles für einen deutlichen Rückgang der Syphilis in der Region Trier im Jahr 2017.

Waren es 2015 laut Robert-Koch-Institut noch 57 Syphilis-Diagnosen, so lag die Zahl 2016 bei 37 Fällen. Für 2017 liegen die Syphilis-Fälle in der Region Trier derzeit  bei 26. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es noch zu Nachmeldungen kommen wird, so dass wir uns erst Mitte 2018 ein endgültiges Bild von den Syphilis-Diagnosen des Jahres 2017 in der Region Trier machen können.

Aus der Erfahrung von früheren Jahren wissen wir, dass sich die Zahl der Syphilis-Infektionen oft wellenartig verändert.

Wenn sich die niedrigen Syphilis-Zahlen in Trier, auf die aktuell vieles hindeutet, bestätigen sollten, dürfte der Höhepunkt der in den letzten Jahren beobachtbaren Syphilis-Welle jedenfalls überschritten sein.

Fakt ist jedoch: 2015 hat es die bislang mit 57 Fällen die meisten Syphilis-Diagnosen in der Region Trier seit Beginn des Jahrtausends gegeben. Selbst bei einem Abflauen der Syphilis-Welle bleibt somit Präventionsarbeit auch zu Syphilis eine zentrale Aufgabe!

Hepatitis in der Region Trier

 

Das rki berichtet für die Jahre 2015 – 2017 folgende Neuinfektionszahlen zu Hepatitis in der Region Trier (Stand: 24.11.2017):

2015 2016 2017
Hepatitis A
11 5 6
Hepatitis B
15 27 103
Hepatitis C 11 15 9
Hepatitis D
0 1 0
Hepatitis E
11 27 24

Für die deutliche Zunahme der Hepatitis-B-Diagnosen seit 2015 gibt es laut rki unter anderem folgende beiden Gründe: Zum einen hat sich die Referenzdefinition für Hepatitis B geändert. Dadurch werden heute auch solche Fälle mitgezählt, die früher z.B. aufgrund einer lediglich schwach ausgebildeten Symptomatik nicht als Hepatitis-Infektion gewertet wurden.

Zum anderen findet in Deutschland – und speziell auch in Trier mit seiner AfA – eine vermehrte Testung von Asylsuchenden statt. Viele von ihnen kommen aus Ländern mit hohem Hepatitis-B-Vorkommen und niedrigen -Impfquoten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen auch für Asylsuchende anzubieten und Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Zugang zur Hepatitis-B-Therapie zu ermöglichen.

Auch eine erhöhte Meldung von Hepatitis-E-Infektionen ist in den letzten Jahren zu beobachten. Die Ursache kann laut rki an der erhöhten Aufmerksamkeit und Testung seitens der Ärzt_innen liegen. Die Infektion wird immer mehr bekannt.

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