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AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz e.V.

Landesverband der
rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen
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54290 Trier

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Fax: 065/970 44 21

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Allgemeine Voraussetzungen für eine HIV-Übertragung

HIV ist ein nur schwer übertragbares Virus. Ein Ansteckungsrisiko besteht nur, wenn eine infektiöse Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit, Darmsekret, Muttermilch) über eine offene Wunde oder über verletzte/entzündete Schleimhaut in die Blutbahn einer anderen Person gelangt.

Selbst in einer Risikosituation findet nicht zwangsläufig eine Übertragung statt. Die Übertragungswahrscheinlichkeit hängt vielmehr von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören

  • die Infektiosität der Körperflüssigkeit: Die genannten infektiösen Körperflüssigkeiten enthalten nämlich HI-Viren in sehr unterschiedlicher Konzentration und sind damit in unterschiedlichem Ausmaß infektiös.
  • die Menge der infektiösen Körperflüssigkeiten, die in die Blutbahn einer anderen Person gelangt
  • Ausmaß an Reibung / Druck: Ein gewisses Maß an Reibung / Druck ist erforderlich, um die Barrierefunktion der menschlichen Schleimhäute bzw. die Nach-außen-Wirkung des Blutflusses einer offenen Wunde zu überwinden.
  • Art und Beschaffenheit der Eintrittsstellen: Menschliche Schleimhäute sind unterschiedlich robust und damit in unterschiedlichem Maß Verletzungsrisiken ausgesetzt.
  • die Höhe der Viruslast: Gemeint ist die Viruskonzentration in den Körperflüssigkeiten HIV-positiver Menschen. Unter erfolgreicher Therapie hat ein HIV-Positiver heute eine Viruslast unter der Nachweisgrenze des PCR-Tests. In diesem Fall ist er auch quasi nicht mehr infektiös.

Wenn Sie nicht sicher einschätzen können, ob eine Situation ein HIV-Risiko enthalten hat oder nicht, helfen Ihnen die Berater_innen der AIDS-Hilfen gerne weiter – diskret, anonym und kompetent.