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AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz e.V.

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rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen
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HIV/AIDS – Epidemiologische Situation RLP

Das Robert-Koch-Institut (rki) berichtet jedes Jahr zum Welt-AIDS-Tag über die epidemiologische Situation bei HIV/AIDS zum jeweiligen Vorjahr. Aktuell liegen uns somit die Zahlen für das Jahr 2016 vor. Eckdaten HIV/AIDS in Rheinland-Pfalz

Menschen mit HIV in Rheinland-Pfalz

Ende 2016 lebten in Rheinland-Pfalz geschätzt mehr als 2.300 Menschen mit HIV, davon über 1.800 Männer und über 480 Frauen.

Etwa 1.400 (60,9 %) Neuinfektionen entfallen auf Männer, die Sex mit Männern hatten. 360 (15,7 %) Personen haben sich über heterosexuelle Sexualkontakte, etwa 210 (9,1 %) über intravenösen Drogengebrauch infiziert. Über 265 (> 11,5 %) Menschen haben sich im Ausland mit HIV infiziert.

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass mehr als 420 (18,3 %) HIV-Infektionen von Menschen, die in Rheinland-Pfalz leben, nichtdiagnostiziert sind. Weiterhin wissen somit viele Betroffene gar nicht von ihrer HIV-Infektion.

HIV-Neuinfektionen und -Neudiagnosen

2016 haben sich etwa 110 Menschen in Rheinland-Pfalz neu mit HIV angesteckt. Im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern und dem Bundesdurchschnitt fallen die HIV-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz damit vergleichsweise niedrig aus.

Die geschätzte Zahl der HIV-Erstdiagnosen im Jahr 2016 liegt bei 160. Die Unterscheidung zwischen HIV-Neuinfektionen und HIV-Neudiagnosen ist wichtig: oft liegen zwischen Ansteckung und Diagnose mehrere Monate bis Jahre.

55 (34,4 %) der HIV-Neudiagnosen des Jahres 2016 erfolgten erst bei fortgeschrittenem Immundefekt, also im AIDS-Stadium oder kurz davor.

Dieser hohe Wert ist sehr bedenklich: denn durch eine frühzeitige Diagnose und damit auch einem früheren Behandlungsbeginn kann ein Fortschreiten der HIV-Infektion und das Eintreten von AIDS heute fast immer verhindert werden.

Die geschätzten Todesfälle bei HIV-Infizierten liegen für das Jahr 2016 bei 25. Das Robert-Koch-Institut (rki) schätzt die Gesamtzahl der Todesfälle in Rheinland-Pfalz seit Beginn der Epidemie auf 1.100.

Fazit

Diese Zahlen verdeutlichen: Für die AIDS-Hilfen in Rheinland-Pfalz ist die Erhöhung der HIV-Testbereitschaft eine zentrale Aufgabe – auch, aber nicht nur in der Hauptbetroffenengruppe der MSM (= Männer, die Sex mit Männern haben)! Denn vor allem Menschen, die sich auf heterosexuellem Wege mit HIV infiziert haben, bilden die Gruppe der „Late Presenter“, also Personen, die erst sehr spät von ihrer HIV-Infektion erfahren.

Die vergleichsweise niedrige Zahl der HIV-Neuinfektionen unterstreicht hingegen die Qualität der geleisteten Präventionsarbeit durch die rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen und ihre Kooperationspartner.